Was gehört uns – und was bedeutet das eigentlich? Ein interdisziplinärer Tag zu einer grundlegenden Frage unseres Zusammenlebens.
Dass ein Stück Erde „jemandem gehört“, wirkt ebenso selbstverständlich wie fragwürdig. Die Erde selbst entzieht sich dieser Logik – und doch scheint das Bedürfnis nach einem verlässlichen, eigenen Ort tief verankert zu sein. Ein Ort, an dem man bleiben kann, ohne verdrängt zu werden, ohne Kündigung, ohne Verlust.
Dabei trägt jede Form von Eigentum auch eine Umkehrung in sich: indem etwas jemandem gehört, wird es zugleich für andere entzogen. Besitz schafft Zugehörigkeit und markiert im selben Moment Ausschlüsse – sichtbar oder unsichtbar, bewusst oder selbstverständlich geworden.
So wird Eigentum zu einer Frage nach Verhältnis und Verantwortung zwischen Menschen, Dingen und Räumen. Es bewegt sich zwischen Schutz und Ausschluss, zwischen Sicherheit und Setzung von Grenzen.
Der Thementag öffnet einen Raum, in dem diese Spannungen wahrnehmbar werden und neu befragt werden können.
Programm:
- LANDNAHME. eine künstlerische Intervention von Veronika Teigeler und Lydia Drontmann
- DIMENSIONEN DES EIGENTUMS. ein Tischgespräch mit Michael Quante (Professur für Philosophie an der Universität Münster)
- KLANGMARKEN. improvisierte Klangbilder als Vermittllung zwischen Abstraktion und Intuition von Udo Hasenbein (Gitarre, Loops) und Ludwig Hegge (Trompete, Flügelhorn, Kontrabass)
- LANDMARKEN. eine Kabinettausstellung mit Fotografien von Udo Hasenbein
Ein Tag voller Impulse, Perspektivwechsel und Begegnung.